Am 26. Juni 1966 wurde der neu hergerichtete Sportplatz sowie die neue Gebäudeanlage mit WC, Duschraum, Schiedsrichter- und Sanitätsraum und Umkleideräumen (siehe Bild rechts) mit einem ansehnlichen Rahmenprogramm von Oberbürgermeister Hartmann übergeben.

Der SSV Heimbach – Rollhof spielte zu diesem Zeitpunkt mit sieben Mannschaften, einer Aktiven-, einer Reserve-, einer AH-Mannschaft, einer A-, einer B-und zwei D-Jugendmannschaften, und hatte eine Frauenabteilung. Die Theaterabteilung bestand nicht mehr.

Das Spieljahr 1966/67 war zufriedenstellend für den SSV Heimbach – Rollhof verlaufen, der A-Klassen Erhalt geglückt, man belegte den 12. Tabellenplatz, eine neue Beleuchtungsanlage mit sechs Lichtmasten wurde aufgestellt, die Stadtmeisterschaften wurden ausgerichtet, bei denen der SSV traditionsgemäß Zweiter wurde. Das Spiel des Jahres „Pfarrer gegen Prominenz“, das von dem Ausschußmitglied Kurat Ettwein organisiert wurde, fand statt. Der SSV hatte für eine gute Sache, den des katholischen Kindergartens auf dem Reifenhof, seinen Sportplatz zur Verfügung gestellt.
Sportlehrer Ulmerich zog für den SSV Heimbach – Rollhof in der Rollhof-Turnhalle ein Kinder- und Jedermann-Turnen auf. Von „dieser Einrichtung“ waren die Teilnehmer begeistert, leider wurde der Sportlehrer 1972 dem Verein wieder entzogen. Mittlerweile hatte der Verein 306 Mitglieder, der Beitrag wurde von 10.— auf 12.— DM erhöht.
Ein Jahr später mußte man in die B-Klasse absteigen. „Diese mißliche Situation war unter den gegebenen Umständen gar nicht verwunderlich, denn seit zwei Jahren haben die Siedler keinen Trainer und seit einem Jahr auch keinen Abteilungsleiter. Jede Mannschaft braucht einen Mann, der für Training, Vorbereitung der Spiele, Mannschaftsaufstellungen, System und Spielanlage verantwortlich ist. Das alles erfordert natürlich eine gewisse Kenntnis in diesem Metier, und in den seltensten Fällen war es bisher möglich, dass Spieler oder Funktionäre diese Aufgabe lösen und erfüllen können, leider hat man das beim SSV zu spät erkannt und konnte so den Klassenerhalt nicht sichern. (HT v.24.09.1967)

Als man einen neuen Trainer hatte, verließ nacheinander fast eine komplette Mannschaft, aus beruflichen oder familiären Anlaß, den Verein. Stolz konnte man auf die Jugendabteilung sein, die C-Jugend wurde Staffelmeister, A-, B-und D-Jugend zeigten gute Leistungen.

Trotz sportlicher Rückschläge herrschte bei der Winterfeier am 26. Dezember 1968 keine Untergangsstimmung. Die Winterfeier hatte mehr Zugkraft als die Spiele der 1.Mannschaft des SSV Heimbach – Rollhof. Während sich bei den Begenungen nur noch wenige Zuschauer auf dem Sportplatz einfanden, war die Rollhofturnhalle bis auf den letzten Platz besetzt.

Eine erneute Namensänderung wurde bei der Jahreshauptversammlung am 28. März 1969 beantragt und beschlossen, seit dem 1. Juli 1969 heißt der Verein SSV Schwäbisch Hall e.V.

Der Abstieg ging weiter, im August 1969 spielte der SSV wieder in der C-Klasse. Positiv war zu dieser Zeit die Jugendabteilung zu bewerten, drei Staffelsiege im Spieljahr 69/70 waren eine stolze Bilanz.

Anläßlich seines 20jährigem Vereinsjubiläums veranstaltet der SSV Schwäbisch Hall am 3. und 4. Juli 1971 ein Sportfest, dass zu einem schönen und sportlichen Erfolg wurde. Um der schweren, aber von Begeisterung getragenen Gründerzeit zu gedenken und auch um Akzente zu setzen für die Zukunft, ließ der Verein ein buntes Sportprogramm abrollen. Wer dachte im Jubiläumsjahr noch daran, wie schweres war, einen Sportplatz zu finden, Fußbälle zu beschaffen, dass „Schusters Rappen“, Fahrrad, Eisenbahn und Lastwagen einst Transportmittel für die Mannschaften waren?